Der Brexit - Mit Vollgas zurück in die Vergangenheit

Lange habe ich keinen Blogeintrag mehr verfasst, in WoW passiert ja auch nicht viel. Dazu war ich sehr im echten Leben beschäftigt, beruflich. Nun "muss" ich aber mal wieder einen schreiben, um mich auszukotzen und mir den Frust runterzuschreiben. Laut wissenschaftlichen Studien soll das ja helfen.

 

Anlass ist das Votum der Briten für den Brexit. Spontan kommentieren konnte ich den Ausgang der Wahl im Grunde nur mit einem einzigen Satz:

 

"Dummheit ist eine Konstante, welche sich durch alle Zeitalter zieht."

 

Ist das arrogant? Ist das antidemokratisch? Vielleicht, abhängig von der Perspektive. Aber dennoch richtig. Was ist eine demokratische Entscheidung wert, die von Leuten gefällt wurde, welche Demokratie nie wirklich begriffen haben?

 

Das große Problem an Demokratien ist, dass sie nur so gut ist, wie das Verständnis demokratischer Werte durch ihre Bürger und vor allem auch die Wertschätzung dieser durch die Bürger. An wenigen Dingen wird das deutlicher, als am Beispiel der freien Meinungsäßerung.

 

Was durfte und darf man sich da alles anhören an Beleidigungen, Hetze, Aufruf zu Gewalt und blanker Hass. Alles unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung.

 

Frieden, Bewegungsfreiheit, die freie Meinungsäußerung, die Menschenrechte Solidarität, Gemeinschaftlichkeit, Sicherheit. Das sind Dinge, die über einen jahrhunderte langen Prozess mühsam erkämpft wurden und teuer, viel zu teuer bezahlt wurden.

 

Und nun? Nun ist die Gesellschaft scheinbar derart fett und dekadent geworden, dass sie abermals lachend in ihren Untergang rennt. Sich abermals an konservative Werte, Nationalismus und Großmachtfantasien klammern, wie ein kleines Baby an seine Flasche.

 

Ist es wirklich soweit gekommen? Das wesentliche Problem ist doch hier, dass ein immer größer werdender Teil an Menschen überhaupt kein richtiges Verständnis mehr von Demokratie und freier Meinungsäußerung besitzt, aber so getan wird von den Selbigen, sie würden es besitzen.

 

Eine demokratische Entscheidung, welche von Menschen gefällt wird, die Demokratie nicht begreifen, ist keine demokratische Entscheidung. Es ist eine Diktatur der Verblödung, der Dummheit und der Dekadenz. Der Faulheit, des Fettgewordenseins.

 

Menschen sind so unfassbar dumm. Sie begreifen immer erst im Nachhinein, was sie eigentlich für ein Glück haben, und wie bedenkenlos sie dieses lachend über Bord werfen und sich dabei noch im Bewusstsein wähnen, sie würden das Richtige tun.

 

Die, die jetzt einen angeblich demokratischen Sieg feiern sind wohl die gleichen, die 1933 ebenso die Wahlergebnisse in Deutschland bejubelt hätten. Lachend in den Abgrund. Für mich kommt es so vor, als würde ich zunehmend in einer Welt, umgeben von Absurditäten und Wahnsinn, leben müssen, in der die Menschen zunehmend völlig durchdrehen.

 

Aber vielleicht bin ich auch Schuld. Ich bin jetzt 22. Die Chancen für unsere Welt sehe ich vor allem in meiner Generation, in der Jugend. Und was hat Selbige in Großbritannien getan? Überwiegend für den Verbleib gestimmt, aber eben auch nur die, die hingegangen sind zur Wahl. Ein Großteil hat nämlich seinen Arsch nicht hochbekommen, weil es sie schlicht weg nicht interessiert hat.

 

Und das macht mich so unfassbar wütend. Mit einer Selbstverständlichkeit wird all der Luxus, all der Materialismus, all die Freiheiten und Möglichkeiten hier in der EU hingenommen. Es wird überhaupt nicht mehr wertgeschätzt.

 

Meine Generation begreift in großen Teilen überhaupt nicht, wie dermaßen glücklich sie sich eigentlich schätzen durften, in einer Zeit ohne größere Krisen, Kriegen und Problemen aufzuwachsen. Aber dieses Bewusstsein fehlt scheinbar.

 

Und damit auch das Bewusstsein, wie wichtig es ist, diese Dinge zu bewahren, sie zu schützen. In der Hälfte der Welt, wenn nicht sogar in noch größeren Bereichen herrscht Krieg, Elend, Armut und Unterdrückung. Die Menschen krepieren und es kümmert uns einen Scheiß.

 

Stattdessen suhlen wir uns hier in Wohlgefälligkeit, nehmen alles als eine Selbstverständlichkeit hin und schimpfen vom warmen Sofa aus über die bösen Politikereliten, weil das so cool ist.

 

Bin ich denn wirklich so alleine mit meinem Unverständnis? Ich wünsche mir keinen Zerfall der EU, ich wünsche mir ein Zusammenwachsen. Ich wünsche mir keine Grenzen zwischen Völkern, ich wünsche mir ein Zusammenleben.

 

Wir sind doch alles Menschen. Manchmal denke ich, viele Probleme auf der Welt würde es nicht geben, wenn Menschen einfach mal gepflegt zusammen saufen gehen und den anderen als Menschen und zwar nur als Menschen sehen würden.

 

Nicht als Deutschen, Engländer, Chinesen oder Franzosen. Nicht als schwarz, nicht als weiß, nicht als Moslem, Jude oder Christ. Sondern einfach nur als Mensch. Sind die Menschen wirklich so dumm, so rückständig, so langsam in ihrer Entwicklung, dass es ihnen derart schwer fällt, den Menschen auch als Mensch zu begreifen?

 

Ich habe einen Traum von einer Welt, in dem Nationalismus, starre Ideologien und absurde Glaubenshirngespinste endlich überwunden worden sind, die für so unfassbar viel Leid auf dieser Welt verantwortlich sind und zwar durch alle Zeitalter hinweg.

 

Weil sich die einen Menschen für etwas besseres gehalten haben als die anderen oder weil sie ihren eigenen Gott als den Echten ansahen. Wann wird endlich der Tag kommen, an welchem wir all diesen Wahnsinn endlich überwinden können?

 

Wohl nie, wenn insbesondere meine Generation weiterhin einen Scheiß tut, um uns endlich auf den richtigen Weg zu bringen. Das Maß ist voll, es reicht jetzt. Wir haben keine Zeit mehr für all dieser Kindereien (die in der Realität leider überhaupt nicht kindisch sind).

 

Wir müssen endlich eintreten für den Menschen und zwar nur für den Menschen. Und Europa war ein so wichtiger erster Schritt in diese Richtung. Und die Briten haben mit diesem Votum diese Entwicklung mit Füßen getreten und dafür schäme ich mich, zutiefst. Es ist kein Hass, es ist wirklich Scham und Mitleid, aber auch Hoffnungslosigkeit, wie man seine eigene Zukunft sehenden Auges derart verbauen kann.

 

Die EU ist undemokratisch? Ja, das ist sie in ihrer derzeitigen Form. Da gibt es nichts schönzureden. Ihre Politik hat mitunter katastrophale Auswirkungen und zwar nicht nur bei uns, sondern vor allem im Nahen Osten und in Afrika. Aber das interessiert uns ja eh einen Scheiß, ist ja weit weg. Nur wenn die Fischer, die keinen Fisch mehr finden, weil wir den jetzt schon abgefischt haben dann zu uns flüchten, dann sind es plötzlich die Feinde und die will man dann nicht haben.

 

So widerlich und krank. Und primitiv. Anstatt das man die nahelegenste Lösung anstrebt: Eine VERÄNDERUNG der EU, richtet man seinen Hass auf jene, welche am allerwenigsten für alles können und einfach dem Elend entkommen wollen.

 

Nein, die sind dann aber die Schuldigen. Anstatt das man verdammt nochmal endlich auf die Barrikaden geht und die Demokratie von der EU endlich einfordert, ist es ja so viel einfacher, den Hass mal wieder auf jemand anderes zu richten. Hat ja immer gut funktioniert und mit Hassbildern lebt es sich so unfassbar schön.

 

Doch einer Veränderung der EU steht ja eine entscheidende Sache im Weg. Und das ist und bleibt Nationalismus. Die Geißel des 20. Jahrhunderts und scheinbar, und traurigerweise, auch leider noch immer auch des 21. Jahrhunderts. Auch zwei Weltkriege später hat der dumme Mensch scheinbar rein garnichts gelernt und zieht die gleiche Scheiße wieder ab.

 

Mehr Demokratie in der EU würde nämlich vor allem weniger Nationalstaat bedeuten. Und genau in dieser Kerbe steht Nationalismus im Wege. Es ist schon überaus Absurd, dass im Grunde die Nationalisten die Hauptblockierer ihres eigenen Wunsches sind: Mehr Demokratie.

 

Ich wünsche mir ein vereinigtes Europa, mit den Ländern als Bundesstaaten und sehe Deutschland dadurch nicht untergehen. Im Gegenteil. Und warum? Weil ich genug Hirn besitze um endlich begriffen zu haben, dass Nationalismus keinerlei Mehrwert bezüglich des Wohlstandes bringt.

 

Verliert ein Bayern seine kulturelle Identität, nur weil es ein Bundesland Deutschlands ist? Natürlich nicht! Kultur ist wichtig, natürlich. Aber Kultur ist eben nicht etwas Starres, etwas Unveränderliches und in Stein gemeißeltes.

 

Auch gibt es keine sogenannte Leitkultur, denn so ein Begriff widerspricht sogar unserem Grundgesetz, also dem Dokument, auf welchem sich jeder Deutsche jeden Tag seinen Arsch abfreuen könnte.

 

Kultur entsteht durch Vielfalt und durch Austausch. Durch Mitgestaltung. Wer eine angebliche "Leitkultur" bewahren möchte, der hat den Begriff "Kultur" einfach nicht verstanden.

 

Tatsächlich komme ich mir vor, wie in einem Kindergarten. Tim will Bob beweisen, dass er die größere Schaufel im Sandkasten besitzt. So wirken die Debatten über Nationalismus und Leitkulturen auf mich. Selbes bei Glaubensdebatten. Nur sind die Schaufeln in der echten Welt dann leider oft Gewehre und Drohnen.

 

Unsere Welt steht vor extremen und wirklich entscheidenden Problemen und wir haben ernsthaft nichts Besseres zu tun als uns am Nationalstaat festzuklammern, anstatt endlich diese Probleme anzugehen.

 

Scheinbar wollen viele die Zukunft nicht sehen, haben Angst vor Veränderung und Fortschritt und Klammern sich dann an "bewährte" Dinge.

 

Wir stehen vor der nächsten großen industriellen Revolution, vor einem massiven Artensterben, der Verseuchung der Meere, Wüstenausbreitung, mangelndes Trinkwasser, Überschweemungen und massiven Unwettern.

 

Wir haben ein außer Kontrolle geratenes Organ, genannt Five Eyes, welches sich ohne Probleme als Weltregierung ohne jede demokratische Legitimation installieren kann, da sie sämtliche Datenströme dieser Welt kontrollieren.

 

Wir haben bald immer mehr Maschinen, die zunehmend Arbeitsplätze vernichten werden. Logistikbranche? Alphabets selbstfahrende Autos klopfen schon an. Und wir diskutieren hier über eine Scheiße wie Nationalismus und darüber, ein "stolzer Brite" zu sein.

 

So viel kann ich garnicht kotzen. Wirklich.

 

Wir haben eine korrupte Welt, London steht da übrigens ganz oben. Elend nimmt zu, Kriege und Armut. Und wir sprechen über NATIONALISMUS? Haben da einige Leute den Weckruf nicht gehört? Was geht vor in den Köpfen der Leute?

 

Wir machen in Afrika und Südamerika alles platt an Regenwald und Land, damit wir unseren Soya anbauen können und wir reden über NATIONALISMUS?!

 

Warum sind wir nicht längst dabei, gemeinsam endlich die Probleme dieser Welt anzugehen? Weil einfach zu viele Menschen schlicht weg zu dumm sind und sich in Nationalismus flüchten? Weil sie Werte wie Freiheit, Solidarität, vor allem aber auch Anteilnahme und Mitgefühl vergessen haben?

 

Warum interessiert es die Menschen verdammt nochmal mehr, sich als "stolzer Brite" bezeichnen zu können, als endlich nicht mehr die Augen vor den Problemen zu verschließen, die direkt vor uns liegen?

 

Und ich kann den Hass gegenüber diversen politischen Klassen absolut verstehen. Natürlich. Aber dann sollte dieser auch gegen diese gerichtet werden, doch aber nicht gegen die Idee Europa!

 

Wenn ich heute von einem Oppermann der SPD wieder lesen muss, dass Referendum sei ein "Weckruf" gewesen, dann fühle ich mich vollkommen verascht und frage mich, wie viele Weckrufe der feine Herr denn eigentlich noch braucht bzw. der wievielte das nun war?

 

Ja. Diese Phrasendreschern muss man eine Abfuhr erteilen und zwar eine die sich gewaschen hat. Aber dies darf nicht auf Kosten von Extremen geschehen. Indem man sich rückwärts in die Vergangenheit wendet und sich an alte Werte klammert.

 

Wann treten wir endlich ein für ein geeintes, starkes und gemeinschaftliches Europa. Ein Europa der Bürger, eine Völkergemeinschaft. Dafür müssen wir eintreten. Vor allem aber auch für ein unabhängiges Europa. Wir müssen endlich souverän werden gegenüber den USA und auch Russland, vor allem aber den USA die in dieser Hinsicht einfach federführend sind. Wir müssen uns gegen diese Eliten wenden, natürlich. Aber dabei dürfen wir doch nicht unsere Hoffnung auf ein geeintes, gemeinschaftliches und friedliches Europa aufgeben!

 

Wie soll das funktionieren, wenn nun jeder Staat wieder sein eigenes Bier braut? Aber bei der Frage haben sich die meisten dann wohl gedacht, dass wird schon irgendwie. Ja, irgendwie scheiße wird es.

 

Da ist es mir auch völlig klar, dass sich Putin und Trump gleich freudig die Hände gerieben haben. Haben sich wahrscheinlich auch gedacht, wie blöd kann man eigentlich sein, wie erfolgreich die Flüchtlinge als äußerer Feind doch waren, da hatten sie bestimmt strahlende Gesichter die beiden Herren.

 

Und wie berechnbar primitiv viele Europäer doch sind, einfach wieder genau darauf anzuspringen. Es ist zum Heulen. Es ist absurd, es ist unfassbar dumm.

 

Wollen wir wirklich alles gegen die Wand fahren? Ich bitte, ich flehe, ich apelliere, ich hoffe: Bitte, wer auch immer dazu in der Lage ist: Setzt euch endlich ein für eine Zukunft, eine gemeinsame Zukunft. Für ein starkes Europa.

 

Lernt endlich es wertzuschätzen, was ihr hier in Europa habt. Und richtet eure Wut endlich auf die Ursachen, anstatt auf die Symptome. Hört auf euch wie Affen aufzuführen, denen man eine Banane hinschmeißt, auf welche sie sofort anspringen.

 

Fangt endlich an euer Hirn zu benutzen. Setzt euch für Lösungen ein, wie wir gemeinsam die nächste indsutrielle Revolution, welche uns unmittelbar bevorsteht, meistern können und sie für unseren Vorteil nutzen können, um andere Probleme wie z.B. die katastrophalen Folgen des Klimawandels zu lösen.

 

Löst euch endlich von Glaubensüberzeugungen und primitiven Nationalismus. Seht den Menschen als Menschen. Seht das Gute im Menschen, apelliert an dieses Gute. Kein Mensch kommt als böses Wesen auf die Welt. Es entsteht erst dadurch, wenn man die Menschen dazu erziehen will, dass sie etwas viel Wichtigeres sind z.B. als Deutscher oder das sie die einzig wahre Überzeugung/Glauben haben z.B. als Christ oder Moslem.

 

Ich wünsche mir eine Welt, in der wir endlich den Wandel einleiten. In denen wir endlich lautstark die Kursrichtung in Richtung fortschrittlicher Gesellschaft ausführen. In der wir endlich die Grundsteine für die Weiterentwicklung und die Lösung unserer Probleme legen.

 

Lasst uns endlich lautstark die Systemfrage stellen, bevor es endgültig zu spät ist. Denn unsere derzeitigen Systeme und Vorgehensweise werden die Probleme nicht lösen können.

 

Ich bin sauer, ich bin wütend, enttäuscht vor allem aber auch traurig. Traurig über das Verhalten vieler Menschen in Europa. Über all diese Ignoranz, all diesen Hass, diese Missgunst, vor allem aber über all diese Verblendung und Dummheit.

 

Und aus diesem Grund musste ich das nun schreiben, weil es raus musste. Weil ich keine große Bewegung sehe, die für das Eintritt, für das ich eintrete: Für die Menschheit und nicht für bestimmte Menschen mehr als für andere Menschen.

 

Vielleicht ist es abermals Dummheit und Dekadenz, welche uns in tiefdunkle Zeiten bringen wird. Denn dies ist eine Konstante durch alle Zeitalter hinweg.

 

Für ein gemeinsames Europa, für eine gemeinsame Welt.

 

MfG

Shaila

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Kommentare: 4
  • #1

    Moonkin (Sonntag, 26 Juni 2016 04:45)

    Politische Themen... immer schwierig ... immer gut für Diskussionen...

    Demokratische Werte sind wie der Korran... schwer zu bestimmen, weil unterschiedlich definierbar. Das einzige was uns demokratisch Macht sind unsere Gesetze die dies zulassen ... und die Parteien, die regieren und neue Gesetze durchsetzen bzw. alte rausnehmen können.
    DER MENSCH IST EGOISTISCH!
    Er/sie/Es denkt immer zuerst an sich, egal was die Person auch sagt. Deshalb wird ja auch Gewählt was einem eher zusagt.
    Viele Menschen denken garnicht an die nöchsten 5-10-20 Jahre... sondern nur ans jetzt.
    Und viele Menschen wünschen sich deshalb JETZT veränderungen.
    Flüchtlingskriese, Putin, Krieg... etwas in diesem Ausmaße macht den Leuten Angst und sie wollen, dass sich das jetzt ändert.

    EBen, Menschen merken erst später, wie gut sie es doch hatten.
    Ich denke mal du, Shaila, bekommst auch mit, wie die Leute immer mehr "Ohh, good old times" sagen. Im Bezug auf WoW ja auch...

    Ich bin auch 22 und ich musss sagen, ich weine, wenn ich sehe, dass es an unserer Generation liegen soll ein Zeitalter der Friedens, der Demokratie hervorzurufen ... zuviele dumme Menschen ... wüärggsss

    Ich denke mal um wirklich Wertschätzen zu können, dass wir in dieser Zeit leben, müssten wir etwas von den "Gefahren" live mitbekommen.
    Es ist dasselbe wie die Werbungen, die verhungernde Kinder zeigt, oder Kriegsszenen... es berührt mich nicht, denn ich kenne es nicht.
    Ich sitze hier unberührt vor meinem Pc, bin gewaschen und habe ein Bett in dem ich berühigt Nächtigen kann. Ich kenne keine offenen, staubigen Gebiete mit explosionen, fliegenden tödlichen Projektielen und Leichen um mich herum.

    Löar kümmert es uns einen Scheiss, wir sind die armen kleinen, die garnicht die Macht ... also das Geld... haben, bzw. Steuern, dies zu ändern.
    Und unsere Volksvertreter werden dies bestimmt nicht tun... ist ja Arbeit.
    Zudem: Damit es "reiche" Menschen gibt, muss es auch arme geben.

    Das Video zum Lied: Another way to die von Disturbed auf Youtube verdeutlicht dies ganz gut und hat mich auch berührt.
    https://www.youtube.com/watch?v=YlETlV2Pw-I

    Wir kippen unsere Reste, unseren Dreck ins Meer, damit unsere Städte schön bleiben.
    Das Zeug treibt und die, die von Fischfang leben verhungern oder werden krank, da die Fische voller Mist sind oder garnicht mehr da...
    Dein Regenwaldbeispiel zählt auch dazu.

  • #2

    Moonkin (Sonntag, 26 Juni 2016 04:46)

    Unverständlich ist das nicht, Frieden ist doch etwas schönes ... eine geeinte, einige EU.
    Das Problem ist, dass wir keine Volksabstimmungen machen, sondern das wir die Macht einer Person oder einer Partei überlassen und Proteste dann aufkeimen, wenn, in unserem Fall Mutti, etwas sagt oder tut, was uns nicht gefällt.
    Dann gibt es gegen die Protestanten noch Proteste und dann haben wir den Salat...
    jeder hat seinen Willen, seine Meinung.
    Und selbst wenn wir Volksabstimmungen machen würden, würde irgendwer, dem das Ergebnis nicht passt rumnflennen und eine erneute Abstimmung verlangen... oder Protestieren..

    Zudem: Krieg verkaut sich gut, Waffenexporte, aus unserer Sicht, sind eine sehr Gewinnbringende Einnahmequelle... wäre überall Frieden wäre das ein großer Geldverlust...

    *Reicht Shaila ein Bierchen rüber* Cheers

    Ich habe auch einen Traum, bzw. eine immer wiederkommende "zweite Welt" in der ich über Superkräfte verfüge und deren Nutzbarkeit aus mehreren Universen: X-Men/Marvel, One Piece und Avatar: Der Herr der Elemente ... um nur 3 zu nennen: Eis
    Inkubation, Teleport, Kühlung, Wasser, Heilung, Schutz anderer, wenn es sein muss: Körperkontrolle... usw.
    Ich denke, damit könnte man die Welt verändern ... klingt irre, nicht. Hahahahahahahahah.
    Ein Traum... einen den ich gerne mag. :-)

    Ich habe einen Traum, in dem Insekten endlich wieder schmecken.
    Fiel mir gerade so spontan ein. =P

    "Die Briten kommen! Die Briten kommen!"
    "Ach nein, sie gehen".
    Mitleid, sorry, nett gemeint, aber nutzlos, zumindest ür 51,1% der Briten...
    Das Problem an der Volksabstimmung, vorallem eine die so knapp ist: Die anderen 48,9% sind die gearschten.

    Es ist immer einfach, andere schuldig zu machen. Vorallem die, die am ärmsten dran sind.

    Die Menschen sind, wie du bereits sagtest: Faul.
    Solange sie nicht selbst angegriffen werden, ist es Ihnen egal.
    Es wird immer der schwächste angegriffen... und immer nur soviele, dass nichts passieren kann.

    Klar klammern wir am Nationalstaat... wir sind ja Faul, es zu ändern wäre Arbeit. D:
    Da bleibt man lieber auf dem Arsch sitzen, wirtschaftet sich in die eigene Tasche und lebt Luxeriös.... dies bezieht sich jetzt eher auf Reiche und Politiker, vorallem Politiker.

    Menschen können nicht Reden... fehlt die Information aus der Menschlichen Leitzentrale ak a Gehirn. Mit einer Waffe ist es da einfacher... und bringt Knete...
    Habe ich ja weiter oben schon erwähnt.

    Was in den Köpfen vorgeht???
    MENSCHEN SIND EGOISTEN!
    Der eigene Vorteil steht ganz oben.

    Bähh, Soya. NEXT!

    Es richtet sich gegen die Idee Europa, weil die Länder selbst weniger Einfluss auf die Regeln in anderen Ländern haben. Zudem wurde Europa als solches ja auch von Politiker "geschaffen".

    Da der letzte, nennen wir es mal Abschnitt, jetzt eher deine persönlichen Gefühle, wirkt Neutralität nichtmehr, insofern:

    Es gibt zuviele der älteren Generationen, die eher an alten Traditionen festhalten. Diese müssen erst Sterben, ehe ein wechsel eintreten kann.
    Das wird dauern, immer weniger, aber immernoch gibt es welche, die die Werte der älteren annehmen. Aber wie beim FIltern von Schmutzwasser: Mit jedem neuen FIltervorgang wird das Wasser klarer und sauberer.

    Es ist schade, dass die Briten dies getan haben.

    Mfg

    Lessi

    P.S. Fehler bitte Ignorieren: Dieser Text ist um 04.43 Uhr am morgen beendet worden unter extremer Müdigkeit.


  • #3

    Trallomatic (Donnerstag, 30 Juni 2016 22:11)

    „Was ist eine demokratische Entscheidung wert, die von Leuten gefällt wurde, welche Demokratie nie wirklich begriffen haben?“

    Es gibt in der Demokratie kein Wahlrecht nach Gesinnung/Intellekt. Oder willst du in etwa wirklich all den Millionen Wählern in Großbritannien unterstellen, dass die alle dumm sind? Das wäre wiederum deinerseits sehr dumm.

    Die Briten sahen sich schon immer als Briten und dann als Europäer, die sahen und sehen sich immer noch als Kriegsgewinnler und die EU als ein Projekt, das sie einer strikten Kosten-/Nutzenrechnung unterziehen.

    Die EU ist verdammt groß und träge geworden, antidemokratisch ist sie sowieso und Deutschland gibt den Ton an. Dass Deutschland den Ton angibt und vor allem wie, das wird im Königreich nicht unbedingt mit Wohlwollen registriert, eben so wenig, wie man mit Griechenland umging und immer noch umgeht.

    All diese Rechte, die du aufzählst, sind keine Errungenschaften der EU, sondern vielmehr wenn schon der UNO und der Nationalstaaten, wobei Solidarität in der EU doch wirklich nicht mehr vorhanden ist. Deutschland profitiert eindeutig stark von der EU, indem es seine Schulden exportiert.

    Schau dir nur mal den Kommentar von Juncker an, der CETA an den Parlamenten vorbei entscheiden will, die haben nichts dazu gelernt, die EU ist undemokratisch und regiert am Volke vorbei. Sicher, sie hat auch gute Errungenschaften, aber diese treten gefühlt in den letzten Jahren immer mehr und mehr in den Hintergrund, allen voran der Euro. Der Euro sollte mal einigend wirken, in Wirklichkeit aber spaltet er gehörig, weil er einfach so nicht funktionieren kann.

    Dein Vergleich dass diejenigen, die nun den Sieg feiern ebenso 1933 die Wahlergebnisse in Deutschland bejubelt hätten, ist einfach nur lächerlich. Es gibt durchaus gute Gründe für Demokraten gegen die EU zu sein, und eine Demokratie muss das aushalten können. Der mögliche Austritt der Briten ist nun auch nicht das Ende der EU, es ist sicherlich nicht schön, aber es gibt umgekehrt auch deutlich schlimmeres als das. Deswegen geht die Welt noch lange nicht unter.

    Weiterhin ist die EU nicht Europa. Mich nervt diese Selbstverständlichkeit, wieviele das synonym benutzen. Die EU ist ein großer Teil Europas, zu Europa gehört aber noch deutlich mehr, wie beispielsweise die Türkei und Rußland.

    Ein Zusammenwachsen der EU zu den jetzigen Bedingungen jedenfalls kannst du vergessen. Es gibt nicht ohne Grund in Europa so viele Nationalstaaten, die Idee wurde auch hier geboren und die wird es in 100 Jahren immer noch geben. Die Vereinigten Staaten von Europa sind eine fromme Utopie, mehr nicht.

    Und überhaupt, wieso sollte man sich ausgerechnet für das Votum der Briten schämen? Wir haben doch damit nichts zu tun, das ist deren Entscheidung, das ist doch deutlich übertrieben.

    Die Briten waren in der EU schon lange ein Bremsklotz und der verlängerte Arm der Amerikaner; sie genossen einen Haufen Sonderkonditionen plus Rabatt, weil sie sonst immer nur drohten, auszutreten und man sie haben wollten. Aber das reicht ihnen noch immer nicht. Nun treten sie eben aus, es ist zwar schade, aber bitte, meine Trauer hält sich da arg in Grenzen.

    Die EU hat sich in Großbritannien selbst abgeschafft; es wird Zeit, dass sie durch was besseres ersetzt wird. Das jetzige Konstrukt ist aus vielerlei Gründen dem Untergang geweiht.

  • #4

    Brunold (Montag, 04 Juli 2016 15:42)

    Die Demokratie hat sich entwickelt unter Leute, die dachten, wenn sie die Gelegenheit hätten, würden Menschen sich schon bilden und diese Gelegenheit würden sie bekommen, wenn sie endlich Einfluss auf die Politik bekämen. Noch heute sind Anhänger der Demokratie der Ansicht, eine Gesellschaft, die sich selbst ihr Grab schaufelt, ist besser als eine, die zum Überleben gezwungen wird. Ich frag mich eher, wo heute ein Wille zum Überleben und ein Blick nach vorn geblieben sind - nicht nur auf die Politik bezogen.
    Es ist aber auch schwer, mit Job, der 10 Stunden dauert, zwei Stunden Pendeln und Familie, noch Zeit zur Bildung zu finden. Dass Menschen Bildung im Vergleich zu diesen Punkten für nicht so wichtig halten, lässt sich vielleicht nachvollziehen. Es wäre einfacher, wenn kritisches Denken etwas wäre, das dem Menschen in der Schule mitgegeben würde. Man versucht aber, große Mengen Wissen zu vermitteln. Wenn Wissen in Bereichen wie Kunst, Geschichte oder Philosophie verknappt werden muss, bleibt erstrecht keine Zeit, mit Zweifeln an der Verlässlichkeit von Wissen umzugehen. Die Quellen müssen akzeptiert sein.