Ein guter Spieler - Wer ist das?

Hallo zusammen,

 

nach meinem kleinen Exkurs gestern, geht es heute wieder um WoW. Ich habe ein wenig meinen Rechner aufgeräumt und dabei einen Text gefunden, den ich anlässlich von 10 Jahren WoW einmal verfasst hatte, allerdings habe ich ihn nie wirklich öffentlich gemacht. Es geht darum, was aus meiner Sicht einen guten Spieler/eine gute Spielerin ausmacht. Diese ständige Unterteilung habe ich im Text damals unterlassen, es sei mir nachzusehen.

 

Daher will ich dies nun nachholen. Auch das ist ein sehr langer Text, meine Einträge sind in letzter Zeit halt etwas länger. :)

 

Das Ganze ist aus einer Rollenspielsicht geschrieben und daher sollte nicht alles darin so extrem ernst gesehen werden. Viele Erkenntnisse im Text sind auch einfach Erkenntnisse aus dem echten Leben, welche nun einfach nur auf das Spiel projeziert werden. Doch genug Präambel, hier der Text.


Ein guter Spieler – Wer ist das?

 

 

Ich höre schon alle sagen: Ein guter Spieler? Wer soll das schon sein? Natürlich sind jene Spieler die guten, die gute Schadens- oder Heilwerte erzielen, sagen die einen. „Nein!“, hört man prompt aus einer anderen Ecke: Ein guter Spieler, der muss in erster Linie einen Kampf überleben können, das weiß doch schließlich jeder Noob. Stimmt doch so überhaupt nicht, ein guter Spieler muss sich vor allem durch seine menschlichen Werte auszeichnen, sagt wieder jemand anderes.

 

Doch wann ist man es denn nun, ein „guter Spieler“? Wer hat denn nun blos recht? Was zeichnet einen guten Spieler wirklich aus, und wie definieren wir blos „gut“? Wenn euch diese Frage auch so interessiert wie mich, dann seid ihr gerne eingeladen, mich auf der folgenden Suche nach dem Wesen des guten Spielers zu begleiten. Willkommen an Bord!

 

 

10 Jahre voller Abenteuer

 

Wenn ich mich kurz vorstellen darf: Mein Name ist Shaila, Draenei – Jägerin aus Leidenschaft. Nicht das mir etwas anderes übrig blieb, als mich auf die Kunst des Jagens zu spezialisieren...irgendwie muss man sich ja schließlich ernähren, wenn man plötzlich mit einem Kristallraumschiff in einen Planeten donnert.

 

Champion der Naaru, Königsmörderin, Retterin von Azeroth. Während meiner Abenteuer in den letzten 10 Jahren hat man mir viele Titel verliehen. Eindrucksvolle und schöne Titel, zu viele, um sie alle aufzuzählen. In vielen Schlachten kämpfte ich bereits für das Fortbestehen Azeroths. So mancher Bösewicht, viel durch meinen Schuss . Na gut, und vielleicht noch durch die 24 anderen Helden, welche mich begleiteten, aber wir wollen uns nicht mit Kleinigkeiten aufhalten. Doch wonach ich stets strebte, das wonach ich mich schon seit 10 Jahren auf der Suche befinde, das habe ich noch immer nicht gefunden: Das Wesen des guten Spielers.

 

Ich erinnere mich zurück: Als ich das erste mal das Licht eurer Welt erblickte, das Licht von Azeroth. Nun ja, um genau zu sein erblickte ich erst einmal nur eine dicke Staubwolke, schließlich krabbelte ich gerade aus einem brennenden Raumschiff. Aber weiter im Text! Da war ich also: Eine frische (auch wenn die vielen Prellungen und der verplante Gesichtsausdruck nicht darauf schließen ließen) Draenei-Jägerin, ein Noob! Nichts da mit „Treffsicherheit“, oh nein. Ich arrangierte mich aber recht schnell mit meiner Rolle als Jägerin, wobei es sich dabei zunächst auf das effiziente Totstellen beschränkte. Man streifte eben so vor sich hin, erfüllte Aufgaben, erkundete die Welt und lernte mehr über seine Talente. Es war eine Zeit, wo die große weite Welt für mich noch unbekannt war, hinter jedem Busch schlummerte eine Gefahr. Ich streifte durch die Welt, ohne ein konkretes Ziel oder einen großen Überblick.

 

Doch bald schon gab es dieses eine Ereignis, welches meine gesamte Geschichte prägen sollte. Der Moment, welche meine Suche nach dem Wesen des guten Spielers auslösen sollte.

 

Gestank, Fäulnis und Kälte. Es regnete in Strömen an diesem Tag, als ich mit Shoro, meinem Bärenbegleiter, die Pestländer durchstreifte. Das Problem: Unerfahren wie ich war, realisierte ich nicht einmal, das ich mich überhaupt in den Pestländern befinde! Und so kam es, wie es kommen musste: Eine Horde marodierender Ghule verfolgte mich. Mein Notfallplan „Tot stellen Alpha09“ war in letzter Instanz fehlgeschlagen und ich befahl meinem Begleiter den Rückzug. Aber ich war zu zögerlich. Armer Shoro, ich werde dich nie vergessen! Wiederbeleben? Nein, nein, nein. Damals als Noob schob ich natürlich mein Versagen meinem zu schwachen Begleiter in die Schuhe. Ja, wem auch sonst?

 

Wie auch immer. Als ich schon dachte es wäre zu Ende, kam eine Nachtelf-Jägerin heroisch aus der Ferne geritten, sprang von ihrem schwarzen Kriegssäbler gekonnt ab und spickte die Ghulhorde elegant mit einem Pfeilhagel. Ich war gerettet. Gerettet, verdammt! Das war der Moment. Der Moment wo ich ganz unten am Boden lag, im Schlamm zwischen stinkenden Ghulkadavern und zu dieser Person aufblicken konnte. Und als ich dann dort so lag und meine Retterin betrachtete und ein wenig Blut auf den Boden spuckte, währenddessen bündelnden sich all meine Gedanken zu einem einzigen Verlangen: „So will ich auch irgendwann einmal sein!“.

 

Es war dieser Moment, welcher alles entschieden hat. Auf dem jede meiner weiteren Handlungen in Azeroth aufbauten. Ich wollte ebenso stark werden. Es war mein Wunsch, irgendwann einmal genau so eine Inspiration für meine Mitspieler zu sein, wie diese Nachtelf-Jägerin, welche mir an jenem Tag in den Pestländern das Leben rettete. Ganz oben mitmischen, zur „Elite“ gehören, anderen Mitspielern mit meinen Stärken helfen und nicht länger mit meinen Schwächen zur Last fallen, dies war mein Traum.

 

Doch ein Traum blieb es lange Zeit, ein falscher Traum. Als Gefahren wie Nefarian oder Naxxramas Azeroth heimsuchten, war ich nicht stark genug, gegen sie zu bestehen. Zu unerfahren, zu langsam, zu schlecht. Das Dunkle Portal öffnete sich, ein Weg in meine zerschmetterte Heimat, ein Weg hin zu meinen ersten Erfolgen. Doch im Grunde fühlte ich mich noch immer wie ein Niemand. Eine Jägerin aus der hinteren Reihe, der Sprung nach vorne schien meilenweit entfernt.

 

Alles änderte sich abermals, als Neltharion den Kataklysmus einläuten wollte. Ich war aufgestiegen, eine starke Jägerin. Hatte viel gelernt. Den Plänen für das ausgeklügelte Totstellen, war eine gut einstudierte Schussrotation gewichen. Meine Angriffe bereiteten meinen Feinden heftige Schmerzen. Und beim Kampf gegen Neltharion stand ich in der ersten Reihe.

 

Doch allen Bemühungen zum Trotz, trotz all der Stärke, welche ich gewonnen hatte, war es meiner Gruppe zunächst nicht möglich, Neltharion zu besiegen. Ich lernte, das Stärke alleine, keinen guten Spieler ausmacht. Das es Situationen gibt, in denen mehr notwendig ist. Situationen, in denen man die Schritte seines Gegners voraussehen muss, um sie zu überleben. Ich wollte vorrausschauend werden.

 

Ich erreichte dieses Ziel, stand jedoch wieder vor einem neuen Problem. Trotz der Stärke, trotz meiner vorausschauenden Kampfart, konnte meine Gruppe und ich den Feind nicht bezwingen. Es ärgerte mich. "Was fehlt mir und wieso kämpfe ich nur mit solchen unfähigen Leuten zusammen?", stellte ich mir als Frage. Halt! Stopp! Dies war ein Punkt, an dem ich mich vor mir selbst erschrak. Erinnerungen schossen in mir hoch. Wieder sah ich die Nachtelf-Jägerin von damals vor meinem geistigen Auge. Was für einen Grund hätte sie gehabt, mich zu retten, wenn sie genau so gedacht hätte? Was hatte sie verstanden, was ich nicht verstanden hatte?

 

Heute kenne ich die Antworten auf diese Fragen. Sie hatte sich eine Charaktereigenschaft bewahrt, welche oftmals mit steigender Stärke und steigendem Erfolg als Charakterzug verblasst. Es war Demut, zu welcher diese Person trotz all ihrer Erfolge weiterhin fähig war. Unabhängig davon, wie viel stärker, schneller oder schlauer sie war im Vergleich zu anderen. Sie hat sich nicht für etwas besseres gehalten. Diese Person war sich noch immer über ihre eigenen Wurzeln im Klaren. War sich im Klaren darüber, das auch sie mal diese heruntergekommene Jägerin war, die nun dort vorne im Schlamm liegt. Das auch sie irgendwann einmal genau so angefangen hat.

 

Doch was bedeutet diese Fähigkeit? Die Bedeutung dieser Fähigkeit, darin liegt für mich das Wesens eines guten Spielers. Wer stolz ist, wie ich es damals war. Wer von sich denkt, er wäre an der Spitze angekommen, der sich überlegen fühlt und die Fehler für sein Scheitern bei anderen sucht, diese Person hat seinen Weg verlassen, er denkt, er wäre am Ziel.

 

Diese Person hat ihre eigenen Wurzeln verdrängt. Hat vergessen, wie sie einmal angefangen hatte und was für einen Werdegang sie meistern musste, mit all den Lektionen, die dies mit sich bringt. Und wenn eine Person ihren Weg verlässt, dann hört sie auf sich verbessern zu wollen. Warum auch? Schließlich sucht diese Person die Fehler bei anderen und nicht bei sich selbst, da sie ja denkt, sie wäre angekommen und perfekt.

 

Aber ein Spieler, welche sich die Demut bewahrt, der bewahrt sich auch die Fähigkeit, seine eigenen Handlungen immer und immer wieder zu hinterfragen. Ständig an seiner eigenen Spielweise zu arbeiten, da er sie niemals für final hält. Ein Spieler, welcher bereit zur Demut ist, nur ein solcher Spieler ist in der Lage sich stetig zu verbessern.

 

Der Nachtelf-Jägerin war dies bewusst. Und als ich diese Erkenntnis hatte, habe ich verstanden, was ein guter Spieler denn nun wirklich ist.

 

Ein guter Spieler ist sich seiner eigenen Unvollkommenheit bewusst, hört jedoch nie auf, nach Vollkommenheit zu streben. Dabei wird er zu einer Inspiration für seine Mitspieler.

 

Nur wer sich für vollkommen, für perfekt hält, hätte es nicht nötig gehabt mich zu retten, wie diese Nachtelf-Jägerin. Aber jemand der genau dies realisiert hat: Das sein Weg der Verbesserung überhaupt nicht enden kann, egal wie viel er erreicht hat.Jemand der sich seinereigenen Wurzeln stets bewusst war, der genau weiß, das auch er mal dieser kleine dreckige Noob war, der dort drüben im Schlamm auf den Boden liegt und nun der Hilfe bedarf. Nur ein solcher Mensch hat das wahre Wesen eines guten Spielers verinnerlicht.

 

Ein guter Spieler sein, das bedeutet nicht einfach nur, das man mächtig ist oder eine vorausschauende Spielweise hat, andere spielend in die Tasche steckt. Ein guter Spieler zu sein, bedeutet eine Inspiration zu sein für seine Umgebung, spielerisch sowie menschlich. Nach begangenen Fehlern ständig wieder aufzustehen, aus ihnen zu lernen, sich zu verbessern und letztendlich gestärkt aus ihnen herauszugehen, dies zeichnet wahre Leidenschaft aus.

 

Die eigenen Fehler und die Fehler seiner Mitspieler nicht als Schwäche zu sehen, sondern als Ansporn für sich selbst. An ihnen zu arbeiten. Nicht mit Ablehnung, Wut und einem Überlegenheitsgefühl darauf zu reagieren, sondern mit Besonnenheit, Hilfsbereitschaft und dem eisernen Willen zur Verbesserung. Man reagiert darauf, indem man zu einer Inspiration für diese Spieler wird, ein Vorbild.

 

Der Weg, ein guter Spieler zu werden, dieser Weg hört niemals auf. Dieser Weg hat kein Ende, kein finales Ziel. Dieser Weg endet nicht, wenn man stärker als andere Spieler ist. Auch endet er nicht, sobald man einen Bösewicht besiegt hat. Der Weg, ein guter Spieler zu werden, das ist in Wahrheit ein Wesenszug, den man sich aneignen kann, eine Charaktereigenschaft, eine Mentalität. Das ist das innere Verlangen nach wahrer Verbesserung.

 

Seit 10 Jahren spiele ich WoW. Es ist für mich dabei nicht mehr einfach nur ein Spiel. Es ist eine Leidenschaft. Ein Spiel kann einem Menschen nicht 10 Jahren binden, eine Leidenschaft dagegen schon. In diesen 10 Jahren habe ich viel über das Wesen eines guten Spielers gelernt. Vor allem habe ich aber gelernt, wie schwer es ist ein wirklich guter Spieler zu werden und es auch zu bleiben. Denn dies erfordert ständige Arbeit an sich selbst und es ist oft verdammt schwer.

 

Es ist schwer, zu eigenen Fehlern zu stehen. Einfacher dagegen ist es, anderen Spielern ihre Fehler anzukreiden. Es ist schwer, etwas als Unsinn zu akzeptieren, wovon man so lange überzeugt war. Aber genau das ist die Herausforderung, die ein wahrlich guter Spieler immer wieder zu meistern hat. Seinen eigenen Stolz hinten anzustellen, immer wieder. Niemand gibt gerne Fehler zu und niemand lässt sie sich wirklich gerne von anderen Spielern vorwerfen. Das ist im echten Leben nicht anders, lieber wird man gelobt.

 

Aber die Antwort auf Fehler, das ist nicht etwa die Einnahme einer Verteidigungshaltung, nur um auch ja den eigenen Stolz zu wahren und in den Augen der anderen nicht als derjenige zu gelten, der alles vermasselt hat.

 

Was denke ich zurück, da stand ich im Obsidiansanktum und bekam zugeflüstert, das meine Sockel falsch waren. Sofort habe ich eine Verteidigungshaltung eingenommen, Hauptsache irgendetwas entgegenwerfen. Heute fühle ich mich schuldig deswegen, denn die Person hatte Recht! Aber es auch vor der Person zuzugeben oder die Hilfe einfach nur freundlich anzunehmen, diese Gabe hatte ich damals nicht.

 

Ein Spieler, welcher wirklich verstanden hat, was es bedeutet ein guter Spieler zu sein, der hat eine solche Verteidigungshaltung nicht nötig. Denn dieser Spieler weiß, das jeder Spieler Fehler machen kann, das Wichtige jedoch darin besteht, das man aus diesen Fehlern lernt. Das es keine Schwäche ist, Fehler zuzugeben und zu ihnen zu stehen, sondern eine Stärke.

 

Auch heute, nach 10 Jahren ist es genau das, was auch mir immer wieder schwer fällt. Wofür ich mich immer wieder anhalten muss, eben nicht so zu reagieren wie damals im Obsidiansanktum, sondern mich darauf einzulassen.

 

Wahre Stärke besteht auch darin, die Bereitschaft zu haben, sich selbst unter andere zu stellen. Selbst zu begreifen, wenn man noch nicht weit genug gekommen ist auf seinem Weg, noch nicht stark genug geworden ist. Man muss es dabei jedoch stets als Ansporn betrachten.

 

Für die Zukunft wünsche ich mir, das ich meine Mitspieler auf ihrem Weg zum guten Spieler ein ganzes Stück voranbringen kann....oder sie überhaupt erst wieder auf dem Weg absetze.

 

Noch heute frage ich mich: Habe ich wirklich begriffen, was einen guten Spieler auszeichnet?

 

Vielleicht ist es aber genau das Bewusstsein, diese Frage überhaupt zu stellen, immer und immer wieder. Vielleicht ist es das, was einen guten Spieler auszeichnet. Meine Suche wird weiter gehen, und das ist auch gut so.

 

Shaila

 

In Dankbarkeit an die Person, welche mich einmal inspiriert hat und 10 Jahre tolle Erinnerungen.

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Kommentare: 5
  • #1

    V. (Mittwoch, 28 Oktober 2015 13:09)

    Was ein guter Spieler ist oder auch nicht, legt jeder für sich selbst fest, ganz einfach.

    Zitat: "Ein guter Spieler ist sich seiner eigenen Unvollkommenheit bewusst, hört jedoch nie auf, nach Vollkommenheit zu streben. Dabei wird er zu einer Inspiration für seine Mitspieler. "

    Es ist ein Spiel und keine Religion, und dann noch nach Vollkommenheit streben, das halte ich persönlich schon für deutlich zu hoch gegriffen. Es überhöht das Spiel in seiner eigentlichen Bedeutung dramatisch.

    Es gibt genügend Leute, denen beispielsweise Erfolge farmen völlig ausreicht, ohne dass sie jemals so was wie spielerische Vollkommenheit anstreben würden.

  • #2

    Shaila (Mittwoch, 28 Oktober 2015 13:22)

    Ja, ich verstehe was du meinst. In der Tat ist das vielleicht ein etwas zu hoher Begriff. Dabei ist aber wichtig zu beachten, dass es hier im Grunde schon um Raids geht, denn ein "Guter Spieler" muss man ja nicht sein, um z.B. zu leveln.

    Es geht also vor allem um das Verhalten innerhalb eines Raids oder einer Raidgruppe. Das Ganze ist vor allem also auch als eine Kritik an jene zu verstehen, welche versuchen sich selbst über jeden Fehler erhaben zu machen.

    Das soll die eigentliche Kernaussage sein: Sich an die eigenen Anfänge zurückzuerinnern und sich nicht in ander Sphären zu heben, was nicht mal so leicht ist wie man denkt, denn es gibt ja nicht umsonst immer so viele Beschwerden über irgendwelche DPS-Geilen, Unfreundlichkeit und überzogene Erwartungen.

    MfG

  • #3

    V. (Mittwoch, 28 Oktober 2015 15:36)

    Im Grunde beschreibst du wortreich den kategorischen Imperativ von Immanuel Kant.

  • #4

    Shaila (Mittwoch, 28 Oktober 2015 15:59)

    Ich bin beeindruckt, muss ich sagen. :)

    Tatsächlich wurde ich davon sehr geprägt wenn man so will und ist es denn nicht auch wahr? Die Maxime im Sinne als oberste der individuellen Lebensregeln, als Grundsatz von Wollen und Handeln.

    Ich handle, weil ich es will, weil es vernünftig ist. Denn es ist nicht erstrebenswert, eine Gemeinschaft bzw. Community anzustreben, welche Schluchten zwischen sich aufreist, anstelle das sie Brücken baut.

    WoW ist letztlich auch nichts weiter als eine Sammlung von Individuen, ein Querschnitt durch die Gemeinschaft, weshalb es keinen Grund gibt, warum man den kategorischen Imperativ hier nicht anwenden können sollte.

  • #5

    Constantin (Freitag, 30 Oktober 2015 00:16)

    Also Shaila, irgendwie werde ich aus dir nicht schlau. Einerseits schreibst du so schöne Beiträge wie diesen hier oder auch diesen wirklich tollen Anfängerguide im Forum - andererseits habe ich manchmal den Eindruck, dass du von Anfängern bzw. LFR-Spielern eigentlich nicht wirklich viel hältst und nicht auch mal zugestehen kannst, dass es Spieler gibt, die möglicherweise nicht so gut spielen (können) - aber sich dennoch Mühe geben und dafür natürlich auch in irgendeiner Weise belohnt werden möchten.

    Ich bin LFR-Spieler und versuche mein Bestes zu geben (was nicht immer ausreicht) und versuche ebenfalls - wie deine Nachtelfe - meinen Mitspielern im LFR zu helfen und sie zu "beschützen". Das klappt leider nicht immer, aber dennoch denke ich, dass auch ich - meinen Fähigkeiten entsprechend - Stärke und Mut zeige. Es ist irgendwie demütigend, wenn das ständig abwertend gesehen wird.

    Trotzdem halte ich dich für eine Berreicherung im Forum und ich hoffe, du bleibst so wie du bist und schreibst auch weiterhin das, was du denkst. Auch wenn ich häufig nicht deine Meinung teile, gefällt mir deine Authentizität dennoch.